Meningokokken

 

Wer soll sich gegen Meningitis impfen lassen:

Die Impfung ist ein Bestandteil des österreichischen Impfplanes, sodass jedes in Österreich geborene Kind gegen diese Erkrankung geimpft werden sollte. Kinder und Jugendliche sollten gegen diese Erkrankung geschützt sein, im Erwachsenenalter ist eine Impfung nur unter besonderen Bedingungen wie z.B. beruflichem Risiko, Reisen nach Afrika südlich der Sahara sowie in die Himalayaregion zu empfehlen.

Für Studienaufenthalte oder Schulreisen in die USA oder Großbritannien kann die Impfung auch verpflichtend sein.

Impfung:

Je nach Indikation und Altersgruppe sind unterschiedliche Impfstoffe erhältlich. Wir beraten Sie gerne welcher Impfstoff für Sie am geeignetsten ist.

Seit 2014 ist der seit langem erwartete Impfstoff gegen Meningokokken B auf den Markt gekommen. Für diese Impfung sind zwei Dosen im Abstand von mind. 4 Wochen notwendig.

Impfschema:

Eine einmalige Impfung mit einem Meningitisimpfstoff gegen ACWY reicht beim Erwachsenen aus. Unklar ist noch, ob und wann der Meningitis B Impfstoff aufgefrischt werden muss.

Impfschutz:

Nach Erhalt der Impfung ist ein langjähriger, wenn nicht sogar lebenslanger Impfschutz gegen die im Impfstoff enthaltenen Stämme gegeben.

Nebenwirkungen:

Neben den üblichen lokalen Reaktionen wie Überwärmung, Schmerzen und Schwellung können auch Fieber und leichte Kopfschmerzen auftreten.

Die Krankheit:

Es handelt sich um eine auch in unseren Breiten gelegentlich vorkommende schwere bakterielle Entzündung der Hirnhäute. Die Übertragung erfolgt durch Tröpfcheninfektion. Nach einer Inkubationszeit von 2-10 Tagen kommt es zu schwerem Krankheitsgefühl mit hohem Fieber, Übelkeit und Erbrechen bis hin zum Koma. Regelmässig treten typische Hauterscheinungen an Armen und Beinen auf, weiters kann es zu schweren Störungen der Blutgerinnung kommen.

Der schnelle antibiotische Therapiebeginn ist für den weiteren Krankheitsverlauf entscheidend, eine rasche Diagnose erfolgt durch eine Lumbalpunktion (Kreuzstich).

Bei Kontakt mit einer erkrankten Person muss ein spezielles Antibiotikum einmalig eingenommen werden.

Unser Tipp:

 

  • Wie empfehlen die Meningokokkenimpfung speziell Reisenden, die Nahkontakt zu Kindern in Entwicklungsländern haben.
  • Eine Meningitisimpfung sollten Schüler und Studenten durchführen, die einen Aufenthalt in den USA oder England planen und Gemeinschaftseinrichtungen (Schulen oder Unicampus) besuchen.

 

 

 

Autor: Marton Szell

Adresse:

Am Heumarkt 3/11
1030 Wien

Terminvereinbarung:

Tel: (01) 30 70 666
termine@dietropenordination.at
(bitte Telefonnummer für ev. Rückruf angeben)

Ordinationszeiten:

Mo, Di, Mi, Fr  14.30-18.30 

Do                   8.00-12.00

 

Fragen an den Tropenmediziner?

arzt@dietropenordination.at

Aktuelle Gefahren:

 

 

 Zika in Florida/USA und Asien

Im Herbst 2016 wurden in den USA (Florida) mehrere Fälle von Zika diagnostiziert, inzwischen gibt es Fälle in vielen Urlaubsländern in Asien wie z.B. in Thailand, Vietnam, Indonesien etc. Für Schwangere gilt daher eine Reisewarnung auch für diese Destinationen.

 Zikavirus in Lateinamerika:

In Mittel- und Südamerika ist neben der laufenden Dengue- und Chikungunyavirusepidemie ein drittes Virus dazugekommen, das Zikavirus. Lesen sie mehr in unserem Blog. Wie bieten für alle drei Krankheiten einen Bluttest an.

 Masern in Österreich:

Leider gibt es in Österreich nach wie vor Masernfälle. Im Gegensatz zu vielen Entwicklungsländern hab wir bei uns weiterhin große Impflücken auch bei Erwachsenen. Wir überprüfen gerne anhand ihres Impfpasses oder durch einen Bluttest ihre Immunisierung.

 

 Tollwut in Asien weiterhin gefährlich:

In vielen asiatischen Urlaubsländern besteht ein weiterhin hohes Tollwutrisiko. Vor allem Reisende in folgende Länder Asiens sollten sich eine Tollwutimpfung überlegen: Indien, Bali, Vietnam, Sri Lanka.  Speziell bei Reisen nach Indien hat die Impfung gegen Tollwut einen hohen Stellenwert.

 

 Zunahme von Denguefieber weltweit:

Es gibt noch keine Impfung, jedoch kann durch einfache Maßnahmen das Infektionsrisiko deutlich reduziert werden. Vor allem Reisende nach SO-Asien und Lateinamerika haben ein hohes Risiko an Denguefieber zu erkranken.

 

 Japan B Encephalitis in Indien:

Speziell im Indischen Bundesstaat Uttar Pradesh werden neuerlich viele Fälle dieser Krankheit gemeldet. Für Rucksacktouristen und Langzeittouristen die nach Indien oder in andere asiatische Länder reisen empfehlen wir die Impfung gegen Japan B Encephalitis