Hepatitis B

 

Wer soll sich gegen Hepatitis B impfen lassen?

Die Impfung ist ein Bestandteil des österreichischen Impfplanes, sodass jedes in Österreich geborene Kind gegen diese Erkrankung geimpft wird. In Österreich lebende Risikogruppen (z.B. Gesundheitsberufe) sollten ebenfalls eine Impfung erhalten.

Da in den meisten Urlaubsländern die Durchseuchung mit diesem Virus zum Teil deutlich höher als in Österreich ist, sollten auch Reisende eine Immunisierung durchführen lassen.

Impfung:

Für Erwachsene handelt es sich um eine dreimalige Impfung in den Oberarm.

Impfschema:

Drei Teilimpfungen beginnend am Tag 0, nach 4 Wochen und 6 Monaten.

Mindestens 4 Wochen nach Abschluss der Grundimmunisierung kann eine Titerbestimmung erfolgen, wodurch die weiteren Impfintervalle festgelegt werden.

Impfschutz:

Nach Erhalt der Impfung besteht aufgrund des sehr unterschiedlichen Ansprechens der Einzelpersonen ein sehr variabler Impfschutz. Dieser kann durch einen entsprechenden Bluttest bestimmt werden.

Nebenwirkungen:

Neben den üblichen lokalen Reaktionen wie Überwärmung, Schmerzen und Schwellung treten gelegentlich grippale Symptome wie Fieber und allgemeine Schwäche auf. Weiters werden auch Übelkeit, Magen-Darmbeschwerden und Durchfall beschrieben.

Die Krankheit:

Es handelt sich um eine weltweite Viruserkrankung, die durch Kontakt mit Blut und anderen Körperflüssigkeiten übertragen wird. Typische Ansteckungswege sind Geburt, Geschlechtsverkehr, Piercing und Tattoos, Erhalt von Blutprodukten sowie Drogenkonsum und Nadelstichverletzungen.

Nach einer Inkubationszeit von zwei bis sechs Monaten kommt es zu den Symptomen einer akuten Leberentzündung: Gelbsucht, Magen-Darmbeschwerden, Übelkeit, Erbrechen, Völlegefühl. 

Bei Erwachsenen heilt die Erkrankung nach mehreren Monaten meist folgenlos aus, in 10% der Fälle entwickelt sich jedoch eine chronische Leberentzündung, welche in weiterer Folge zu einer Leberzirrhose und Leberkrebs führen kann.

Unser Tipp:

 

  • Da die Bildung von Antikörpern nicht bei allen Personen in gleichem Ausmaß stattfindet, sollte nach Erhalt der Grundimmunisierung eine entsprechende Titerbestimmung (Bluttest) erfolgen, wonach die weiteren Impfintervalle bestimmt werden. Gerne führen wir diese auch in unserer Ordination durch.
  • Wir empfehlen entsprechende Schutzmassnahmen (Kondome!).

 

 

 

Autor: Marton Szell

Adresse:

Am Heumarkt 3/11
1030 Wien

Terminvereinbarung:

Tel: (01) 30 70 666
termine@dietropenordination.at
(bitte Telefonnummer für ev. Rückruf angeben)

Ordinationszeiten:

Mo, Di, Mi, Fr  14.30-18.30 

Do                   8.00-12.00

 

Fragen an den Tropenmediziner?

arzt@dietropenordination.at

Aktuelle Gefahren:

 

 

 Zika in Florida/USA und Asien

Im Herbst 2016 wurden in den USA (Florida) mehrere Fälle von Zika diagnostiziert, inzwischen gibt es Fälle in vielen Urlaubsländern in Asien wie z.B. in Thailand, Vietnam, Indonesien etc. Für Schwangere gilt daher eine Reisewarnung auch für diese Destinationen.

 Zikavirus in Lateinamerika:

In Mittel- und Südamerika ist neben der laufenden Dengue- und Chikungunyavirusepidemie ein drittes Virus dazugekommen, das Zikavirus. Lesen sie mehr in unserem Blog. Wie bieten für alle drei Krankheiten einen Bluttest an.

 Masern in Österreich:

Leider gibt es in Österreich nach wie vor Masernfälle. Im Gegensatz zu vielen Entwicklungsländern hab wir bei uns weiterhin große Impflücken auch bei Erwachsenen. Wir überprüfen gerne anhand ihres Impfpasses oder durch einen Bluttest ihre Immunisierung.

 

 Tollwut in Asien weiterhin gefährlich:

In vielen asiatischen Urlaubsländern besteht ein weiterhin hohes Tollwutrisiko. Vor allem Reisende in folgende Länder Asiens sollten sich eine Tollwutimpfung überlegen: Indien, Bali, Vietnam, Sri Lanka.  Speziell bei Reisen nach Indien hat die Impfung gegen Tollwut einen hohen Stellenwert.

 

 Zunahme von Denguefieber weltweit:

Es gibt noch keine Impfung, jedoch kann durch einfache Maßnahmen das Infektionsrisiko deutlich reduziert werden. Vor allem Reisende nach SO-Asien und Lateinamerika haben ein hohes Risiko an Denguefieber zu erkranken.

 

 Japan B Encephalitis in Indien:

Speziell im Indischen Bundesstaat Uttar Pradesh werden neuerlich viele Fälle dieser Krankheit gemeldet. Für Rucksacktouristen und Langzeittouristen die nach Indien oder in andere asiatische Länder reisen empfehlen wir die Impfung gegen Japan B Encephalitis