Masern

 

Wer soll sich gegen Masern impfen lassen?

Die Impfung ist ein Bestandteil des österreichischen Impfplanes, sodass jedes in Österreich geborene Kind gegen diese Erkrankung geimpft werden sollte. Da es in Österreich viele „Impflücken“ gibt, ist es wichtig bei alle Personen mit Geburtsjahr nach 1968 den Impfschutz zu überprüfen und gegebenenfalls entsprechend nachzuimpfen.

Leider gehört Österreich zu den Ländern mit einer relativ niedrigen Durchimpfungsrate, selbst Länder der Dritten Welt haben uns diesbezüglich überholt. (siehe Bild unten)

Impfung:

Erhältlich ist der Masernimpfstoff als Lebendimpfung nur in Kombination mit Mumps und Röteln.

Impfschema:

Es handelt sich um zwei Impfungen in den Oberarm im Abstand von mindestens 4 Wochen unabhängig vom Lebensalter.

Impfschutz:

Nach Erhalt beider Impfungen ist von einem lebenslangen, nahezu 100%igen Impfschutz auszugehen.

Nebenwirkungen:

Da es sich um einen Lebendimpfstoff handelt, ist neben den üblichen lokalen Reaktionen wie Überwärmung, Schmerzen und Schwellung auch mit Fieber und grippeähnlichen Symptomen zu rechnen. Zusätzlich kann ein Hautausschlag ähnlich dem Masernbild auftreten.

Die Krankheit:

Es handelt sich um eine klassische virale Kinderkrankheit. Durch entsprechende Impfprogramme gelang es z.B. in den USA die Krankheit nahezu vollständig auszurotten. In Mitteleuropa (auch in Österreich) kommt es aber durch mangelnde Durchimpfungsraten immer wieder zu kleinen Epidemien.

Nach einer Inkubationszeit von 8-12 Tagen kommt es zu einem fieberhaften Infekt mit Husten und Bindehautentzündung der Augen. Erst einige Tage später tritt der für Masern typische Hautausschlag auf. In einigen Fällen kommt es zu schweren Organkomplikationen, wie z.B. Gehirn- oder Lungenentzündung. Etwa jeder zehntausendeste Fall endet auch in unseren Breiten tödlich. Im Erkrankungsfall gibt es keinerlei Therapie, lediglich symptomatische Behandlung.

Unser Tipp:

 

  • Falls es Unklarheiten bezüglich des bestehenden Masernimpfschutzes gibt können wir durch einen Bluttest herausfinden ob dieser ausreicht oder ob eine Nachimpfung notwendig ist. 

 

 

 

Durchimpfungsrate gegen Masern weltweit. Ziel ist eine Rate von über 95% zu erreichen. Quelle: WHO 2010

Autor: Marton Szell

Adresse:

Am Heumarkt 3/11
1030 Wien

Terminvereinbarung:

Tel: (01) 30 70 666
termine@dietropenordination.at
(bitte Telefonnummer für ev. Rückruf angeben)

Ordinationszeiten:

Mo, Di, Mi, Fr  14.30-18.30 

Do                   8.00-12.00

 

Fragen an den Tropenmediziner?

arzt@dietropenordination.at

Aktuelle Gefahren:

 

 

 Zika in Florida/USA und Asien

Im Herbst 2016 wurden in den USA (Florida) mehrere Fälle von Zika diagnostiziert, inzwischen gibt es Fälle in vielen Urlaubsländern in Asien wie z.B. in Thailand, Vietnam, Indonesien etc. Für Schwangere gilt daher eine Reisewarnung auch für diese Destinationen.

 Zikavirus in Lateinamerika:

In Mittel- und Südamerika ist neben der laufenden Dengue- und Chikungunyavirusepidemie ein drittes Virus dazugekommen, das Zikavirus. Lesen sie mehr in unserem Blog. Wie bieten für alle drei Krankheiten einen Bluttest an.

 Masern in Österreich:

Leider gibt es in Österreich nach wie vor Masernfälle. Im Gegensatz zu vielen Entwicklungsländern hab wir bei uns weiterhin große Impflücken auch bei Erwachsenen. Wir überprüfen gerne anhand ihres Impfpasses oder durch einen Bluttest ihre Immunisierung.

 

 Tollwut in Asien weiterhin gefährlich:

In vielen asiatischen Urlaubsländern besteht ein weiterhin hohes Tollwutrisiko. Vor allem Reisende in folgende Länder Asiens sollten sich eine Tollwutimpfung überlegen: Indien, Bali, Vietnam, Sri Lanka.  Speziell bei Reisen nach Indien hat die Impfung gegen Tollwut einen hohen Stellenwert.

 

 Zunahme von Denguefieber weltweit:

Es gibt noch keine Impfung, jedoch kann durch einfache Maßnahmen das Infektionsrisiko deutlich reduziert werden. Vor allem Reisende nach SO-Asien und Lateinamerika haben ein hohes Risiko an Denguefieber zu erkranken.

 

 Japan B Encephalitis in Indien:

Speziell im Indischen Bundesstaat Uttar Pradesh werden neuerlich viele Fälle dieser Krankheit gemeldet. Für Rucksacktouristen und Langzeittouristen die nach Indien oder in andere asiatische Länder reisen empfehlen wir die Impfung gegen Japan B Encephalitis