Impfungen für Tansania

Die Nationalflagge von Tansania

Welche Impfungen für Tansania notwendig sind hängt sehr von der genauen Reiseroute und auch von der Art der Reise ab. Für einen Strandurlaub auf Sansibar braucht man weniger Impfungen als für Reisen die ins Landesinnere (Safari) führen.


Schon alleine wegen der landesweit hohen Malariagefahr sollte auf jeden Fall ein Beratungsgespräch mit einem Tropenmediziner durchgeführt werden.

Österreichischer Impfplan:

Da es 2013 einige Fälle von Kinderlähmung im benachbarten Kenia gab, ist die Auffrischung dieser Kinderimpfung wichtig.

Zusätzlich sollte überprüft werden, ob die anderen "normalen" österreichischen Impfungen wie Tetanus, Diphtherie oder Masern passen. Bei Unklarheiten können wir in der Tropenordination auch Bluttests durchführen, um den bestehenden Impfstatus zu überprüfen. Dank Kombiimpfungen können wir durch zwei Impfungen alle "Kinderimpfungen" auffrischen.

Die Durchführung der Hepatitis A & B Impfung ist absolut empfehlenswert.

Gelbfieber:

Gelbfieber ist eine in Tansania sehr seltene, jedoch sehr gefährliche Erkrankung. Bereits seit mehreren Jahren gab es keinen nachgewiesenen Fall mehr, sodass aus medizinischen Gründen diese Impfung nur noch bei besonderem Risiko sinnvoll ist.

Jedoch wird immer wieder berichtet (auch von unseren Kunden), dass bei der Einreise auf Sansibar von den Grenzbehörden die Gelbfieberimpfung verlangt wird. Sollten sie über das Afrikanische Festland kommend nach Sansibar einreisen, wäre es daher sinnvoll wenn sie bereits geimpft wären, um einer kostspieligen "Zwangsimpfung" an der Grenze zu entkommen. Wir stellen ihnen einen Internationalen Impfpass aus, sodass sie keinerlei Einreiseprobleme bekommen.

Typhus:

Zu den Basisimpfungen für die meisten Tropenreisenden gehört die Typhusimpfung. Wohl ist diese Erkrankung dank Antibiotika inzwischen heilbar, jedoch muss man im Erkrankungsfall in Österreich auf einer Quarantänestation behandelt werden.

Tollwut:

Tansania ist ein Land mit mittlerem Tollwutrisiko.

In vielen Gebieten des Landes ist es unsicher, ob nach einem Tierbiss die notwendigen Impfungen zur Verfügung stehen.

Das ist der Grund warum Reisenden die längere Zeit oder in abgeschiedenen Gebieten (Safari) unterwegs sind eine Tollwutimpfung angeraten wird.

Cholera:

Cholera gibt es in Ostafrika, jedoch betrifft es in erster Linie nur den ärmsten Teil der Bevölkerung. Für Reisende aber bietet die Choleraschluckimpfung jedoch einen kleinen Vorteil: das Impfen gegen Cholera schützt bis zu einem gewissen Maß auch vor dem Reisedurchfall, sodass Touristen die zu Durchfallserkrankungen neigen sich diese Impfung überlegen sollten.

Meningokokken:

In Afrika südlich der Sahara kommt die Meningokokkenmeningitis gehäuft vor. Für einfache Reisebedingungen oder auch bei Kontakt mit Kindern sollten diese Impfung auf jeden Fall durchgeführt werden.

Malaria:

Risikogebiete: hohes Risiko in allen Landesteilen unter 1.800m Höhe, inklusive der Städte und Nationalparks (Safari). Geringeres Risiko in Gebieten von 1.800 bis 2.500m Höhe, in der Stadt Dar es Salaam und auf der Insel Sansibar (angeblich seit 2008 malariafrei)

Übertragungsmonate: ganzjährige Gefährdung. Erhöhtes Risiko in der Regenzeit November - Mai

Malariaart: fast ausschliesslich nur die gefährliche Malaria tropica (P. falciparum)

Vorbeugung mit Medikamenten empfohlen (Chemoprophylaxe): ganzjährig, landesweit unter 1.800m einschließlich der Städte und Nationalparks ist eine durchgehende Malariaprophylaxe empfohlen.

Nur Notfallmedikation empfohlen (Standby): ganzjährig in Gebieten von 1.800 bis 2.500m Höhe, in der Stadt Dar es Salaam und auf der Insel Sansibar

Schutz vor Mückenstichen empfohlen: durch langärmelige Kleidung, Sprays, Cremes, Lotionen, Mosquitonetze, etc.

Sonstige Gesundheitsgefahren:

Landesweit sind Durchfallserkrankungen durch unterschiedliche Erreger häufig. Auf hygienisch unbedenkliche Lebensmittel und Getränke achten.

Seit kurzem wurden vermehrt Denguefieberfälle aus Tansania berichtet. In den letzten Jahren gab es mehrere Fälle von Touristen, die während einer Safari in der Serengeti mit der Schlafkrankheit infiziert wurden. Daher unbedingt strikten Mosquitoschutz auch tagsüber durchführen.

Sowohl vor Ort als auch nach der Rückkehr gilt, dass jede fieberhafte Erkrankung rasch von einem Tropenmediziner abgeklärt werden muss.

 

Autor: Marton Szell

Adresse:

Am Heumarkt 3/11
1030 Wien

Terminvereinbarung:

Tel: (01) 30 70 666
termine@dietropenordination.at
(bitte Telefonnummer für ev. Rückruf angeben)

Ordinationszeiten:

Mo, Di, Mi, Fr  14.30-18.30 

Do                   8.00-12.00

 

Fragen an den Tropenmediziner?

arzt@dietropenordination.at

Aktuelle Gefahren:

 

 

 Zika in Florida/USA und Asien

Im Herbst 2016 wurden in den USA (Florida) mehrere Fälle von Zika diagnostiziert, inzwischen gibt es Fälle in vielen Urlaubsländern in Asien wie z.B. in Thailand, Vietnam, Indonesien etc. Für Schwangere gilt daher eine Reisewarnung auch für diese Destinationen.

 Zikavirus in Lateinamerika:

In Mittel- und Südamerika ist neben der laufenden Dengue- und Chikungunyavirusepidemie ein drittes Virus dazugekommen, das Zikavirus. Lesen sie mehr in unserem Blog. Wie bieten für alle drei Krankheiten einen Bluttest an.

 Masern in Österreich:

Leider gibt es in Österreich nach wie vor Masernfälle. Im Gegensatz zu vielen Entwicklungsländern hab wir bei uns weiterhin große Impflücken auch bei Erwachsenen. Wir überprüfen gerne anhand ihres Impfpasses oder durch einen Bluttest ihre Immunisierung.

 

 Tollwut in Asien weiterhin gefährlich:

In vielen asiatischen Urlaubsländern besteht ein weiterhin hohes Tollwutrisiko. Vor allem Reisende in folgende Länder Asiens sollten sich eine Tollwutimpfung überlegen: Indien, Bali, Vietnam, Sri Lanka.  Speziell bei Reisen nach Indien hat die Impfung gegen Tollwut einen hohen Stellenwert.

 

 Zunahme von Denguefieber weltweit:

Es gibt noch keine Impfung, jedoch kann durch einfache Maßnahmen das Infektionsrisiko deutlich reduziert werden. Vor allem Reisende nach SO-Asien und Lateinamerika haben ein hohes Risiko an Denguefieber zu erkranken.

 

 Japan B Encephalitis in Indien:

Speziell im Indischen Bundesstaat Uttar Pradesh werden neuerlich viele Fälle dieser Krankheit gemeldet. Für Rucksacktouristen und Langzeittouristen die nach Indien oder in andere asiatische Länder reisen empfehlen wir die Impfung gegen Japan B Encephalitis